Kleinstadtforschung im deutschsprachigen Raum
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AKTUELLES

Unser letzter internationale Small Town Talk am 21.07.2022!

Dieses mal zu Gast Christophe Demaziere (Université de Tours)

Am 21.07.2022 wird Christophe Demaziere seinen Vortrag zum Thema „Small towns: in decline or
diverse? The case of France“ halten.

 

Beim letzten Talk berichtete Rob Aktinson von seinen Forschungsergebnissen, welche Prämissen eine Stadt zu einer Stadt machen und welche Rolle Kleinstädte dabei spielen. Die Schwierigkeit liegt vor allem darin, dass nicht jede Kleinstadt berücksichtigt werden kann, aber auch keine vernachlässigt werden darf.

 

Einmal im Monat stellt ein_e Wissenschaftler_in ihre bzw. seine Arbeit und Erkenntnisse aus der Klein- und Mittelstadtforschung vor und kommt danach mit den Zuhörenden ins Gespräch.

Weitere Small Town Talks sind bisher nicht geplant.

 

Den Anmeldelink sowie weitere Informationen zu den Gesprächsterminen finden Sie hier unter dem Reiter „Veranstaltungen“. Der Link wird einen Tag vor der Veranstaltung auch per Mail verschickt.

Die Small Town Talks sind auch am 30.06.2022 wieder international!

Der Vortragende ist Rob Aktinson (Emeritus, ehemalig UWE Bristol).

Am 30.06. 2022 wird Rob Aktinson pensionierter Professor , ehemalig an der UWE Bristol zum Thema: „What future for European Small Towns: Strategies, leadership and place“ seinen Vortrag halten.

Bei unserem vergangenen Talk, am 19.05., berichtete uns David Bell (University of Leeds) über die Voraussetzung zur Anerkennung einer Stadt in der UK und stellte gleichzeitig die Problematik des Wachstums dieser Städte dar. Bei seinem Vortrag nahmen 18 interessierte Zuhörer*innen aus ganz Europa teil.

 

 

Einmal im Monat stellt ein_e Wissenschaftler_in ihre bzw. seine Arbeit und Erkenntnisse aus der Klein- und Mittelstadtforschung vor und kommt danach mit den Zuhörenden ins Gespräch.

Notieren Sie sich auch den Termin für den im Sommersemester stattfindenden Small Town Talk:

21.07.2022, 18:00 bis 19:00 Uhr: „Small towns: in decline or diverse? The case of France“, Christophe Demaziere (Université de Tours)

 

Den Anmeldelink sowie weitere Informationen zu den Gesprächsterminen finden Sie hier unter dem Reiter „Veranstaltungen“. Der Link wird einen Tag vor der Veranstaltung auch per Mail verschickt.

Call for Contributions – Seminar vom ARL

Einladung zum Onlineseminar

Wir möchten Sie gerne zu dem Call for Contributions, ein Seminar vom ARL einladen! Der ARL ist Teil der Leibnitz-Gemeinschaft, der sich in Hannover befindet. Unter dem Thema „Small Towns and Metropolitan Cores: Functional Relations, Spatial Imaginaries and Cooperation Arrangements“ bietet der ARL ein Onlineseminar an.

Die Anmeldung erfolgt bis zum 24.06.2022 mit folgenden Bedingungen:

1) einen Titel für Ihren Vortrag, aus dem Ihre Forschungsperspektive und Ihr möglicher Beitrag zu den Diskussionen der Arbeitsgruppe hervorgehen (max. 500 Wörter);

2) eine kurze Erklärung Ihres Interesses an der Teilnahme unter Bezugnahme auf Ihre Erfahrungen (max. 100 Wörter), einschliesslich einer Bibliographie Ihrer wichtigsten Publikationen oder Forschungsprojekte (max. 5 Referenzen).

 

Alle weiteren Informationen, Teilnahmebedingungen und den Ablauf finden Sie hier

Wir wünschen Ihnen viel Spaß!

PROJEKT

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Warum Kleinstadtforschung?

Stadtforschung in Deutschland konzentriert sich hauptsächlich auf Groß- und Mittelstädte. An einer systematischen Analyse kleinstadtspezifischer Probleme fehlt es hingegen, obwohl 24 Millionen Menschen bzw. knapp 30 Prozent der Bevölkerung in über 2.100 Kleinstädten leben. Zu den Kleinstädten werden in der Regel Städte mit 5.000 bis 20.000 Einwohnern gezählt, doch wie aussagekräftig ist diese Kategorisierung eigentlich? Als Wohn-, Arbeits- und Versorgungsstandorte sind Kleinstädte tragende Elemente im deutschen Siedlungssystem. Je nach Lage, Anbindung und Entwicklungsperspektiven können sie jedoch mehr oder weniger stark im städtischen Wettbewerb um junge Menschen, Familien, Arbeitsplätze und Kaufkraft stehen. Während viele Kleinstädte einen tiefgreifenden Strukturwandel mit unterschiedlicher Ausprägung bewältigen, bieten sich anderen sehr gute Entwicklungsperspektiven. Kurz: Bisher ist noch relativ ungeklärt, inwieweit und unter welchen Bedingungen Kleinstädte eine eigene Form von Urbanität und Lebenswelt entwickeln bzw. was sie – abgesehen von der Größe – von anderen Stadttypen unterscheidet.

Für die Kleinstadtforschung bietet sich eine große Bandbreite an Themen an, wie z.B.:

  • Stadt-Land-Beziehungen, bzw. Beziehungen von Kleinstädten zum ländlichen Raum einerseits und größeren Städten andererseits
  • Kleinstädte als spezifische Lebenswelten bzw. als Orte mit einer eigenen Lebensqualität
  • demographische Entwicklungen und Sozialstrukturen in Kleinstädten: welche Entwicklungsdynamiken können unterschieden werden?
  • kleinstadtspezifische Möglichkeiten und Herausforderungen in den Bereichen Wohnen und Freizeit, Verkehr und Mobilität sowie Digitalisierung
  • Wirtschaftliche Entwicklungen und Innovationen in Kleinstädten: im Schatten der großen Player oder eigenständige Dynamiken?
  • Governance und Politik in kleinen Städten: wie steht es um Offenheit, Teilhabe und Mitbestimmung?

Inwieweit diese und andere Kleinstadt-Themen schon erforscht wurden, bzw. welche eine besondere Relevanz haben, wird im Verlauf des HochschulCampus KleinstadtForschung näher erläutert.

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HochschulCampus KleinstadtForschung – das Projekt

Der HochschulCampus KleinstadtForschung (HCKF) hat zum Ziel, einen Beitrag zur Kleinstadtforschung in Deutschland zu leisten. Er beinhaltet zwei Phasen: In der ersten Phase verschaffen sich die Beteiligten einen Überblick zur interdisziplinären Kleinstadtforschung in Deutschland und identifizieren gemeinsam mit interessierten Kleinstadtforschenden bestehende Forschungslücken sowie besonders aktuelle Fragestellungen. In der zweiten Phase soll ein Teil dieser Forschungslücken und aktuellen Fragestellungen mittels der Vergabe von geeigneten Initialprojekten gefüllt bzw. beantwortet werden. Beide Phasen werden flankiert von einem auf die Kleinstadtforschung fokussierten Nachwuchsförderungsprogramm, verschiedenen Veranstaltungen und Publikationsformaten.

Im Rahmen des Projektes soll der Blick der Expertinnen und Experten an deutschen Hochschulen auf die Herausforderungen in Kleinstädten systematisch erfasst werden, Merkmale und Charakteristika ermittelt und typische Probleme auf diesem Weg ebenso kategorisiert werden, wie adäquate Lösungsansätze. Die Herausforderungen können sich stark voneinander unterscheiden. Kleinstädte im ländlichen Raum mit einem zu meisterndem Strukturwandel suchen nach anderen Lösungsansätzen als solche im Speckgürtel wachsender Großstädte. Konkret hat das Projekt zum Ziel,

  • das Forschungsfeld der Kleinstadt bundesweit besser zu etablieren und zu qualifizieren
  • laufende Aktivitäten von Wissenschaftlern/Wissenschaftlerinnen und wissenschaftlichen Einrichtungen in diesem Feld systematisch zu erfassen,
  • ein Expertennetzwerk zu bilden, sowie
  • spezifische, noch offene Forschungsfragen durch Forschungsleistungen mit dem Fokus auf Kleinstädte zu beantworten.

Der HCKF wird von der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg geleitet und von BMI und BBSR über einen Zeitraum von drei Jahren gefördert.

Projektlaufzeit: Dezember 2019 – Oktober 2022

 

TEAM

Silke Weidner ist Stadtplanerin und leitet seit 2009 das Fachgebiet Stadtmanagement an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU). Sie forscht zu unterschiedlichen Teilfragen der Integrierten Stadtentwicklungsplanung, insbesondere in Klein- und Mittelstädten. Das Augenmerk liegt auf Prozessen, Instrumenten und Akteuren der deutschen und europäischen Stadtentwicklung. Sie ist geschäftsführende Gesellschafterin von u|m|s Stadtstrategien und darüber hinaus Mitglied der AK, DASL sowie SRL und engagiert sich in zahlreichen Beiräten, Jurys u.ä. Im HochschulCampus KleinstadtForschung übernimmt Sie die Leitung des Projektes.

Nina Gribat ist Stadt- und Planungsforscherin. Ihre Forschungsschwerpunkte sind urbane Transformationsprozesse im Kontext von Struktur- und Klimawandel und die sich verändernden Ideale, Normen und Standards in Architektur- sowie Stadtplanungspraxis und -lehre. Sie war zwischen 2008 und 2016 als wissenschaftliche Mitarbeiterin an verschiedenen Universitäten in Deutschland, England und Frankreich tätig und hatte eine Vertretungsprofessur an der Universität Stuttgart. Von 2016 bis 2019 war sie Professorin für Entwerfen und Städtebau an der TU Darmstadt. Nina Gribat ist Mitglied des Redaktionskollektivs von sub\urban.zeitschrift für kritische stadtforschung (www.zeitschrift-suburban.de).

Bernhard Weyrauch leitete bereits zwischen 2010 und 2013 das Fachgebiet Bau- und Planungsrecht in der Eigenschaft als Vertretungsprofessor und seit 2018 als ordentlich berufener Professor. Zuvor lehrte er neben seiner Tätigkeit als Geschäftsführer und Gesellschafter der Plan und Recht GmbH als Honorarprofessor für Städtebaurecht an der Bauhausuniversität Weimar. Bernhard Weyrauch beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit den formellen Instrumenten der Planung und daran geknüpften Fragen des Bau- und Planungsrechts. Bernhard Weyrauch ist Stadtplaner und Mitglied der AK sowie der SRL.

Thora Haubold studierte Geographie sowie Stadt- und Regionalplanung. Während des Studiums arbeitete sie für mehrere Jahre als Projektmitarbeiterin in einem Büro für Stadtentwicklung in Berlin. Seit Dezember 2020 ist sie als akademische Mitarbeiterin und Doktorandin am Fachgebiet Stadtmanagement beschäftigt.

Barış Ülker ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der
Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus – Senftenberg, für
„HochschulCampusKleinstadtForschung“ (HCKF). Er erhielt seinen
Doktortitel in Sozial Anthropologie an der Central European
University. Er war Gastwissenschaftler an der Humboldt Universität,
der Howard University und der Columbia University. Seine
Hauptforschungsinteressen konzentrieren sich auf Subjektivitäten der
Gouvernementalität, koloniale und postkoloniale Beziehungen,
Anthropologie des Staates und städtische räumliche Umstrukturierung.
Barış Ülkers Forschung wurde unterstützt von der Deutschen
Forschungsgemeinschaft (DFG), Deutscher Akademischer Austauschdienst
(DAAD),
Max-Planck-Institut (MPI), Ernst-Reuter-Archiv Stiftung, dem Wiener
Wissenschafts- und Technologiefonds (WWTF) und dem Center for
Metropolitan Studies (CMS,TU Berlin).

LENKUNGSKREIS

Dr. Annett Steinführer ist Land- und Stadtsoziologin und seit 2010 als Wissenschaftlerin am Institut für Ländliche Räume des Johann Heinrich von Thünen-Instituts, Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei, tätig. Ein Schwerpunkt ihrer Forschungen liegt auf den sozialen und siedlungsstrukturellen Folgen der Alterung für ländliche Kleinstädte.

Dr. Anke Kaschlik

Prof. Dr. Peter Dehne, Bauassessor, Studium der Raumplanung sowie Stadt- und Regionalplanung an der TU Dortmund und TU Berlin, von 1987 bis 1997 Mitarbeiter in der Forschungsgruppe Stadt + Dorf, Prof. Dr. Rudolf Schäfer, Berlin. Er ist seit 1997 Hochschullehrer an der Hochschule Neubrandenburg, Fachgebiet Baurecht/Planungsrecht und Direktor des Neubrandenburger Instituts für kooperative Regionalentwicklung.

Christoph Vennemann, Raumplaner, Studium der Raumplanung an der TU Dortmund und seit Juni 2017 als Referent im Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR). Dort betreut er Forschungsprojekte zu den Themen Baukultur, Städtebaulicher Denkmalschutz und Kleinstadtforschung.

KONTAKT

Koordination im Projekt und Ansprechpartnerin bei Fragen:

Thora Haubold
Telefon: +49 (0)355 69 3349
E-Mail: info@hckf.de

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Zuwendungsgeber

Es handelt sich um ein Modellvorhaben im Rahmen des Forschungsprogramms „Experimenteller Wohnungs- und Städtebau“ (ExWoSt) des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat (BMI), betreut vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR).

Das Projekt ist an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg angesiedelt.