Kleinstadtforschung im deutschsprachigen Raum
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AKTUELLES

Das war der #digitale Kick-Off Workshop

Es gab spannende Diskussionen, neue Einblicke sowie wichtige Fragen und Thesen, die wir auch künftig mit Ihnen bearbeiten wollen.

HCKF Kick-Off Workshop

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HCKF startet digital!

Wir freuen uns, Sie zum digitalen Kick-Off Workshop einladen zu dürfen.


Was Sie erwarten wird:

  • Ergebnisvorstellung der bundesweiten Befragung zum Forschungsfeld Kleinstadt
  • interdisziplinärer Austausch
  • Einbringung eigener Forschungsthemen und Projektideen

PROJEKT

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Warum Kleinstadtforschung?

Stadtforschung in Deutschland konzentriert sich hauptsächlich auf Groß- und Mittelstädte. An einer systematischen Analyse kleinstadtspezifischer Probleme fehlt es hingegen, obwohl 24 Millionen Menschen bzw. knapp 30 Prozent der Bevölkerung in über 2.100 Kleinstädten leben. Zu den Kleinstädten werden in der Regel Städte mit 5.000 bis 20.000 Einwohnern gezählt, doch wie aussagekräftig ist diese Kategorisierung eigentlich? Als Wohn-, Arbeits- und Versorgungsstandorte sind Kleinstädte tragende Elemente im deutschen Siedlungssystem. Je nach Lage, Anbindung und Entwicklungsperspektiven können sie jedoch mehr oder weniger stark im städtischen Wettbewerb um junge Menschen, Familien, Arbeitsplätze und Kaufkraft stehen. Während viele Kleinstädte einen tiefgreifenden Strukturwandel mit unterschiedlicher Ausprägung bewältigen, bieten sich anderen sehr gute Entwicklungsperspektiven. Kurz: Bisher ist noch relativ ungeklärt, inwieweit und unter welchen Bedingungen Kleinstädte eine eigene Form von Urbanität und Lebenswelt entwickeln bzw. was sie – abgesehen von der Größe – von anderen Stadttypen unterscheidet.

Für die Kleinstadtforschung bietet sich eine große Bandbreite an Themen an, wie z.B.:

  • Stadt-Land-Beziehungen, bzw. Beziehungen von Kleinstädten zum ländlichen Raum einerseits und größeren Städten andererseits
  • Kleinstädte als spezifische Lebenswelten bzw. als Orte mit einer eigenen Lebensqualität
  • demographische Entwicklungen und Sozialstrukturen in Kleinstädten: welche Entwicklungsdynamiken können unterschieden werden?
  • kleinstadtspezifische Möglichkeiten und Herausforderungen in den Bereichen Wohnen und Freizeit, Verkehr und Mobilität sowie Digitalisierung
  • Wirtschaftliche Entwicklungen und Innovationen in Kleinstädten: im Schatten der großen Player oder eigenständige Dynamiken?
  • Governance und Politik in kleinen Städten: wie steht es um Offenheit, Teilhabe und Mitbestimmung?

Inwieweit diese und andere Kleinstadt-Themen schon erforscht wurden, bzw. welche eine besondere Relevanz haben, wird im Verlauf des HochschulCampus KleinstadtForschung näher erläutert.

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HochschulCampus KleinstadtForschung – das Projekt

Der HochschulCampus KleinstadtForschung (HCKF) hat zum Ziel, einen Beitrag zur Kleinstadtforschung in Deutschland zu leisten. Er beinhaltet zwei Phasen: In der ersten Phase verschaffen sich die Beteiligten einen Überblick zur interdisziplinären Kleinstadtforschung in Deutschland und identifizieren gemeinsam mit interessierten Kleinstadtforschenden bestehende Forschungslücken sowie besonders aktuelle Fragestellungen. In der zweiten Phase soll ein Teil dieser Forschungslücken und aktuellen Fragestellungen mittels der Vergabe von geeigneten Initialprojekten gefüllt bzw. beantwortet werden. Beide Phasen werden flankiert von einem auf die Kleinstadtforschung fokussierten Nachwuchsförderungsprogramm, verschiedenen Veranstaltungen und Publikationsformaten.

Im Rahmen des Projektes soll der Blick der Expertinnen und Experten an deutschen Hochschulen auf die Herausforderungen in Kleinstädten systematisch erfasst werden, Merkmale und Charakteristika ermittelt und typische Probleme auf diesem Weg ebenso kategorisiert werden, wie adäquate Lösungsansätze. Die Herausforderungen können sich stark voneinander unterscheiden. Kleinstädte im ländlichen Raum mit einem zu meisterndem Strukturwandel suchen nach anderen Lösungsansätzen als solche im Speckgürtel wachsender Großstädte. Konkret hat das Projekt zum Ziel,

  • das Forschungsfeld der Kleinstadt bundesweit besser zu etablieren und zu qualifizieren
  • laufende Aktivitäten von Wissenschaftlern/Wissenschaftlerinnen und wissenschaftlichen Einrichtungen in diesem Feld systematisch zu erfassen,
  • ein Expertennetzwerk zu bilden, sowie
  • spezifische, noch offene Forschungsfragen durch Forschungsleistungen mit dem Fokus auf Kleinstädte zu beantworten.

Der HCKF wird von der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg geleitet und von BMI und BBSR über einen Zeitraum von drei Jahren gefördert.

Projektlaufzeit: Dezember 2019 – Oktober 2022

 

TEAM

Silke Weidner ist Stadtplanerin und leitet seit 2009 das Fachgebiet Stadtmanagement an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU). Sie forscht zu unterschiedlichen Teilfragen der Integrierten Stadtentwicklungsplanung, insbesondere in Klein- und Mittelstädten. Das Augenmerk liegt auf Prozessen, Instrumenten und Akteuren der deutschen und europäischen Stadtentwicklung. Sie ist geschäftsführende Gesellschafterin von u|m|s Stadtstrategien und darüber hinaus Mitglied der AK, DASL sowie SRL und engagiert sich in zahlreichen Beiräten, Jurys u.ä. Im HochschulCampus KleinstadtForschung übernimmt Sie die Leitung des Projektes.

Juliane Ribbeck-Lampel ist Stadt- und Regionalplanerin an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU). Sie arbeitet zu Themenstellungen der Innenstadt- und Einzelhandelsentwicklung in verschiedenen Stadttypen, insbesondere mit dem Fokus auf das Veränderungspotenzial durch die Digitalisierung. Im Projekt HochschulCampus KleinstadtForschung übernimmt sie die Koordination der Forschungstätigkeiten.

Nina Gribat ist Stadt- und Planungsforscherin. Ihre Forschungsschwerpunkte sind urbane Transformationsprozesse im Kontext von Struktur- und Klimawandel und die sich verändernden Ideale, Normen und Standards in Architektur- sowie Stadtplanungspraxis und -lehre. Sie war zwischen 2008 und 2016 als wissenschaftliche Mitarbeiterin an verschiedenen Universitäten in Deutschland, England und Frankreich tätig und hatte eine Vertretungsprofessur an der Universität Stuttgart. Von 2016 bis 2019 war sie Professorin für Entwerfen und Städtebau an der TU Darmstadt. Nina Gribat ist Mitglied des Redaktionskollektivs von sub\urban.zeitschrift für kritische stadtforschung (www.zeitschrift-suburban.de).

Bernhard Weyrauch leitete bereits zwischen 2010 und 2013 das Fachgebiet Bau- und Planungsrecht in der Eigenschaft als Vertretungsprofessor und seit 2018 als ordentlich berufener Professor. Zuvor lehrte er neben seiner Tätigkeit als Geschäftsführer und Gesellschafter der Plan und Recht GmbH als Honorarprofessor für Städtebaurecht an der Bauhausuniversität Weimar. Bernhard Weyrauch beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit den formellen Instrumenten der Planung und daran geknüpften Fragen des Bau- und Planungsrechts. Bernhard Weyrauch ist Stadtplaner und Mitglied der AK sowie der SRL.

LENKUNGSKREIS

Dr. Annett Steinführer ist Land- und Stadtsoziologin und seit 2010 als Wissenschaftlerin am Institut für Ländliche Räume des Johann Heinrich von Thünen-Instituts, Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei, tätig. Ein Schwerpunkt ihrer Forschungen liegt auf den sozialen und siedlungsstrukturellen Folgen der Alterung für ländliche Kleinstädte.

Prof. Dr. Peter Dehne, Bauassessor, Studium der Raumplanung sowie Stadt- und Regionalplanung an der TU Dortmund und TU Berlin, von 1987 bis 1997 Mitarbeiter in der Forschungsgruppe Stadt + Dorf, Prof. Dr. Rudolf Schäfer, Berlin. Er ist seit 1997 Hochschullehrer an der Hochschule Neubrandenburg, Fachgebiet Baurecht/Planungsrecht und Direktor des Neubrandenburger Instituts für kooperative Regionalentwicklung.

Andreas Willisch ist Soziologe und war, bevor er 2002 mit Rainer Land das Thünen-Institut für Regionalentwicklung übernahm, Mitarbeiter am Hamburger Institut für Sozialforschung. Seit 2016 steht er gemeinsam mit Ines Hagenloch der Thünen-Institut Genossenschaft vor. Er leitet wissenschaftliche Forschungsprojekte und koordiniert seit 2012 das Programm „Neulandgewinner“ der Robert Bosch Stiftung.

Christoph Vennemann, Raumplaner, Studium der Raumplanung an der TU Dortmund und seit Juni 2017 als Referent im Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR). Dort betreut er Forschungsprojekte zu den Themen Baukultur, Städtebaulicher Denkmalschutz und Kleinstadtforschung.

KONTAKT

Koordination im Projekt und Ansprechpartner bei Fragen:

Juliane Ribbeck-Lampel
Telefon: +49 (0)355 69 2258
E-Mail: info@hckf.de

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Zuwendungsgeber

Es handelt sich um ein Modellvorhaben im Rahmen des Forschungsprogramms „Experimenteller Wohnungs- und Städtebau“ (ExWoSt) des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat (BMI), betreut vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR).

Das Projekt ist an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg angesiedelt.