Interdisziplinäres Symposium »Klein(e) Stadt ganz groß?«

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Die Kleinste Band der Welt - Live aus Berlin beim HCKF-Symposium _ Overload

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Out of Time

Der Teilnehmer*innenkreis

Beim Symposium »Klein(e)Stadt ganz groß?« sind Wissenschaftler*innen aus vielen Städten in Deutschland, Österreich und der Schweiz vertreten. Präsentiert werden z. B. Beiträge von Teilnehmer*innen aus Aachen, Lüneburg, Leipzig, Stuttgart und Darmstadt sowie Salzburg, Wien und Zürich. Die Teilnehmer*innen arbeiten in Universitäten, Fachhochschulen, Stiftungen bzw. Vereinen oder in der Privatwirtschaft. Daraus ergibt sich ein breites Feld an Forschungsfragen aus Disziplinen wie den Raum-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften.

Woher stammen die bereits angemeldeten Doktorand*innen?

Für das Doktorand*innenkolloquium haben sich bereits Promovierende aus Nordrhein-Westfalen, Hessen, Baden-Württemberg, Sachsen und Brandenburg angemeldet.

Welche Städte werden von den Symposiumsteilnehmer*innen untersucht?

Eine Vielzahl von Städten, Räumen und Regionen werden von den bereits angemeldeten Forscher*innen untersucht. Dabei reichen die Untersuchungsräume über die Bundesländer Hessen, Baden-Württemberg, Thüringen, Sachsen und Brandenburg bis hin zur Region um Salzburg. Es handelt sich sowohl um einzelne Kleinstädte in peripheren und Ballungsräumen sowie um Verbandsgemeinden oder ganze Landkreise.

Call for Abstract

Vom 27.5.2021 – 28.5.2021 ist das eineinhalbtägige interdisziplinäre Symposium »Klein(e)Stadt ganz groß?« mit einem anschließenden Doktorandenkolloquium (29.5.2021) geplant. Das Symposium gliedert sich entlang von vier Themensträngen:

  • »Die Kleinstadt als spezifische Stadtform«
  • »Die große Heterogenität der Kleinstädte«
  • »Methoden und Theorien für die Kleinstadtforschung«
  • »Was noch in der Kleinstadtforschung geschieht …«

Zum Call als PDF Download hier klicken!

Themenstrang »Die Kleinstadt als spezifische Stadtform«

Im Symposium wollen wir die Spezifizität der Kleinstadt gegenüber anderen Siedlungstypen herausarbeiten bzw. offen fragen, inwieweit es diese (noch) gibt und ob diese Unterscheidung heute noch sinnvoll ist, oder deuten die Debatten zur verlandschafteten Stadt und der verstädterten Landschaft (Sieverts 1999), zu ‚rurbanen Landschaften’ (Langner/Frölich-Kulik 2018) bzw. zum Stadt-Land Rurbanismus (ARCH+ 228) gar auf zunehmend konvergierende Bedingungen in verschiedenen Siedlungstypen? Relationale und komparative Perspektiven sind hier besonders willkommen. Die folgende Reihe von Thesen und Fragen schneidet lediglich eine Reihe von möglichen interessanten Fokussierungen an – Beiträge zu diesem Themenstrang mit anderen Schwerpunkten sind jedoch genauso willkommen:

  • In Kleinstädten gibt es andere Verhältnisse von privaten und öffentlichen Räumen sowie andere Eigentumsstrukturen als in größeren Städten. Vor diesem Hintergrund stellen sich Fragen, inwieweit dies eine prägende Charakteristik von Kleinstädten darstellt, welche Auswirkungen diese hat und ob sie eine Anpassung der Herangehensweisen und Instrumente in Stadtplanung und Städtebau nötig hat.
  • Verschiedene Problemstellungen, wie z. B. Umweltprobleme scheinen in Kleinstädten, bzw. im kleinstädtischen Diskurs weniger in Erscheinung zu treten als in Großstädten bzw. im großstädtischen Diskurs. Liegt dies lediglich an fehlenden Erkenntnissen bezogen auf Kleinstädte?
  • In Kleinstädten gibt es spezifische Governance Konstellationen. Kleinstädte scheinen einen höheren Beratungsbedarf zu haben und abhängiger von einer aktiven Bevölkerung zu sein, als größere Städte aufgrund geringer Ressourcen. Oder ist diese Beobachtung lediglich Ausdruck einer Romantisierung von überschaubaren sozialen Verhältnissen in Kleinstädten?
  • Das Verhältnis von Kleinstädten zu anderen Siedlungstypen ist komplex. Gibt es trotz allem verallgemeinerbare Beziehungen zwischen Groß- und Kleinstädten?

Themenstrang »Die große Heterogenität unter Kleinstädten«

Unter Einbeziehung vergleichender Ansätze soll in diesem Themenstrang die große Heterogenität unter Kleinstädten untersucht werden. Mögliche Vergleichsdimensionen umfassen unter anderem peripher oder zentral gelegene Kleinstädte, wachsende oder schrumpfende, flächengroße oder flächenkleine, jene mit aktiven oder passiven zivilgesellschaftlichen Akteuren.  Die folgenden thesenhaften Punkte geben einen Einblick in mögliche Schwerpunkte dieses Themenstrangs, Beiträge mit anderen Fokussierungen sind jedoch auch willkommen:

  • Kleinstädte in zentralen Lagen und Ballungsräumen sind weniger erforscht als solche in peripheren Lagen – ähnliches gilt für Kleinstädte, die wachsen im Verhältnis zu jenen die schrumpfen.
  • Die viel beschworenen „kurzen Wege“ zu strategischen Entscheidungen und Funktionen können in Kleinstädten sowohl kurz als auch lang sein – es hängt stark vom spezifischen kleinstädtischen Kontext ab. Welche Typen von Kleinstädten können in dieser Hinsicht unterschieden werden?
  • Trotz äußerst unterschiedlicher Ausgangsbedingungen gibt es in Kleinstädten vielversprechende Ansätze für Kooperationen sowohl mit anderen Kleinstädten als auch mit anderen Stadttypen. Wie können Kooperation für Kleinstädte gelingen?

 

Themenstrang »Methoden und Theorien der Kleinstadtforschung«

Wir freuen uns auch über Beiträge, die das Forschen in Kleinstädten reflektieren. Erfordern Kleinstädte eine spezifische Herangehensweise sowie ein besonderes Methodenset von den Forschenden? Was gilt es bei der Kleinstadtforschung zu beachten? Die folgende Reihe von Thesen und Fragen schneidet lediglich eine Reihe von möglichen interessanten Fokussierungen an – Beiträge zu diesem Themenstrang mit anderen Schwerpunkte sind jedoch genauso willkommen:

  • Viele Begriffe und Konzepte aus der Stadtforschung sind großstädtisch besetzt. Die Situation in Kleinstädten lässt sich ohne neue Besetzung der Begrifflichkeiten nicht adäquat beschreiben bzw. erscheint oft defizitär (z. B. Urbanität: Unterschiede zwischen Kleinstadt und Großstadt). Wie können Konzepte in der Stadtforschung ergänzt werden, so dass sie auch die Situation in Kleinstädten beschreiben?
  • Forschung wird auch durch die Perspektive der Forschenden geprägt: Es gibt wenig Forschung aus den Klein- und Mittelstädten, mehr aus einer Außen- bzw. Großstadtperspektive. Welche Vorkehrungen sind zu treffen, dass Kleinstadtforschung nicht durch diese Perspektive geprägt ist?
  • In kleineren Städten fehlt es oft an systematisierten Daten (siehe Fina / Milbert 2019). Wie können Forschende damit umgehen?

Themenstrang » Was noch in der Kleinstadtforschung geschieht … «

Die drei Themenstränge bilden nicht alle Themen ab, die zu Kleinstädten beforscht werden. Themenstrang vier ist deshalb offengehalten und gibt die Möglichkeiten, weitere, nicht dezidiert benannte, Themen zu platzieren und damit auf diese aufmerksam zu machen.

 

Einreichungsmodalitäten

Wir bitten um die Einreichung von Abstracts mit nicht mehr als 300 Wörtern für 20-minütige Vorträge. Bitte senden Sie diese zusammen mit einer Kurzbiografie (100-200 Wörter) unter Angabe des gewünschten Themenstrangs als PDF bis zum 29.1.2021 an folgende Adresse: info@hckf.de.

Teilnehmer*innen werden bis Ende Februar 2021 darüber informiert, ob der eingereichte Beitrag für den Vortrag angenommen wird.

Wir streben die Publikation von ausgewählten überarbeiteten und erweiterten Symposiumsbeiträgen im Rahmen eines Buchs zur Kleinstadtforschung an. Wissenschaftler*innen, die Interesse an der Veröffentlichung des eigenen Beitrages im geplanten Sammelband haben, werden gebeten bis zum 14.5.2020 einen erweiterten Abstract (ca. 2.500 Wörter) als Vorentwurf einzureichen. Darauf aufbauend erfolgt die Auswahl der Beiträge für die Publikation. Bitte geben Sie uns schon mit der Einreichung des Abstracts zum 29.1.2021 eine erste Rückmeldung dazu, ob Sie an der Veröffentlichung interessiert sind.

Doktorand*innen / Nachwuchswissenschaftler*innen sind ausdrücklich aufgefordert, Beiträge zum Symposium einzureichen! Im Anschluss an das Symposium findet am 29.5.2021 ein Doktorandenkolloquium statt. Das HCKF-Doktorandenkolloquium bietet als Workshopformat einen Raum zum Peer-to-Peer Austausch. Eine Exkursion wird bei entsprechender Nachfrage ebenfalls angeboten. Interessent*innen senden bitte eine kurze Email mit einem Abstract (max. 500 Wörter) ihres Dissertationsprojekts und ein Motivationsschreiben – wir treffen anhand beider Dokumente eine Auswahl, falls es mehr Interessent*innen gibt als Plätze.

Weitere Informationen:

Das Symposium und das Doktorandenkolloquium sollen vom 27. bis 29.5.2021 in Cottbus stattfinden. Wir beobachten die Lage hinsichtlich der momentanen Einschränkungen im Zusammenhang der Corona-Pandemie und werden ggf. alternative Konferenzformate in Betracht ziehen. Teilnehmer*innen werden rechtzeitig informiert.

Wir erheben keine Gebühr für die Teilnahme am Symposium. Für Doktorand*innen werden Reise- und Unterkunftskosten für das Symposium und das Doktorandenkolloquium entsprechend des Bundesreisekostengesetzes übernommen.

Im Rahmen des Symposiums besteht die Möglichkeit, Arbeitsgruppen zu bilden, die über das Symposium hinaus an bestimmten Themenstellungen der Kleinstadtforschung weiterarbeiten. Die Schwerpunkte der Arbeitsgruppen werden im Verlauf des Symposiums gemeinsam identifiziert. Geben Sie uns gern vorab eine Rückmeldung dazu, wenn Sie selbst Interesse an der Initiierung oder Mitgestaltung einer thematischen Arbeitsgruppe haben.

Richten Sie Ihre Fragen gern an:

info@hckf.de

Literatur:

Altrock, U.; Kurth, D.; Kunze, R.; Schmidt, H.; Schmitt, G. (Hrsg.) (2020): Stadterneuerung in Klein- und Mittelstädten – Jahrbuch Stadterneuerung. Wiesbaden: Springer VS.

BBSR (Hrsg.) (2018): Kleinstädte: Chancen, Dynamiken, Potenziale. Informationen zur Raumentwicklung, 6.

Fina, S.; Milbert, A. (2019) Methoden und Daten in der Kleinstadtforschung. In: Porsche, L.; Steinführer, A.; Sondermann, M. (Hrsg.) (2019): Kleinstadtforschung in Deutschland – Stand, Perspektiven und Empfehlungen. Hannover: 45-51.

Kirchhoff, G.; Pätzold, R.; Strauss, W.-C. (Hrsg.) (2018): Vielfalt gestalten: Integration und Stadtentwicklung in Klein- und Mittelstädten, Edition Difu. Berlin.

Langner, S.; Frölich-Kulik, M. (Hrsg.) (2018) Rurbane Landschaften:Perspektiven des Ruralen in einer urbanisierten Welt. Bielefeld, Transcript.

Porsche, L.; Steinführer, A.; Sondermann, M. (Hrsg.) (2019):

Kleinstadtforschung in Deutschland – Stand, Perspektiven und Empfehlungen.

Hannover. Arbeitsberichte der ARL 28. URN: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0156-42576

Porsche, L.; Milbert, A. (2018) Kleinstädte in Deutschland: Ein Überblick. Informationen zur Raumentwicklung, 6: 6-21. www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/Veroeffentlichungen/IzR/2018/6/Inhalt/downloads/einfuehrung.pdf?__blob=publicationFile&v=2

Sieverts, T. (1999) Zwischenstadt: Zwischen Ort und Welt, Raum und Zeit, Stadt und Land. Basel/Boston/Berlin: Birkhäuser.